Update - von 1 auf 3 Sterne - Vermutlich tolles Rad - miserabler Service
Heute möchte ich meine schlechte Erfahrung mit Rebike zum Besten geben.
An einem Dienstag im Juli 2026 habe ich das bei Rebike bestellte 2025er Kalkhoff Entice 5 Excite+ City E-Bike erhalten. Ein Schnäppchen für 3338 Euro inkl. 69 Euro Versand, das noch nicht einmal 100 km hinter sich haben sollte. Die Spedition Emons war vorbildlich, man konnte sich ein Lieferfenster an unterschiedlichen Tagen auswählen, der Fahrer rief etwa 10 Minuten vor Zustellung noch einmal an. Super! An der Spedition liegt mein Ärger ganz gewiss nicht.
Das Ebike von Kalkhoff wurde in einem stabilen Karton geliefert, keine Beschädigungen am Karton zu erkennen. Beim Auspacken fiel dann gleich ein tiefer Lackschaden an der Federgabel links auf, der in der Artikelbeschreibung nicht erwähnt war, dazu noch einige andere kleine Kratzer an Stellen, die nicht erwähnt waren. Na gut, kann man gegen einen nachträglichen Rabatt vielleicht drüber wegsehen oder einfach akzeptieren.
Nach der Montage, was wirklich einfach war, konnte das Fahrrad aber nicht in Betrieb genommen werden, weil sich das elektrische System von Bosch im Demo-Mode befand. Das spielt eine Endlosschleife von verschiedenen Einstellungen und Messwerten auf dem KIOX 300 Display ab, es reagiert aber nicht auf den Tastendruck am LED Controller.
Ich konnte das Rad also nicht benutzen. Nur ansehen - schön, reicht aber nicht!
Also eine Email an Rebike noch am gleichen Tag geschrieben, das Problem geschildert und Fotos zur Dokumentation der Schöden mitgeschickt. Kommt eine automatisierte Antwort, man werde sich des Problems annehmen, was aber bis zu 5 Werktagen dauern kann. Man möge von Nachfragen absehen, damit sich die Fachleute voll auf die Lösung des Problems konzentrieren können (Sinngemäß).
Fand ich schon komisch, aber gut. Kann bis zu 5 Werktage dauern, kann ja auch weniger heißen - denkste!
In der Zwischenzeit selber recherchiert: Der Demo-Mode, auch Händler-Modus genannt, kann nur über das Diagnose-Tool abgestellt werden - das lässt ja schlimmstes befürchten. Warum, in aller Welt, rühmt sich diese Firma Rebike mit „Premium Refurbished Certified by Bosch“ und lässt das Teil dann im Demo-Mode? Das verstehe wer will. Gut, Fehler passieren, nicht dramatisch, ist ja kein Unfall passiert oder sowas …
Aber die melden sich einfach nicht bei mir. Nicht nach zwei, drei, vier oder fünf Werktagen…. Zwischendurch noch einmal versucht, über das Support-Formular auf der Webseite Kontakt aufzunehmen - geht leider nicht - versendet das Formular einfach nicht. Liegt vermutlich an mir. So ein Button „Absenden“ ist auch schwer zu bedienen, also noch einmal eine Email geschickt mit meiner Stimmung („Sauer bis übel gelaunt“) und der Bitte, jetzt mal einfach zu reagieren.
Nix, einfach gar nix, außer der automatisierten Antwort, man werde sich des Problems annehmen, was aber bis zu 5 Werktage … ja kenne ich schon.
Dann zwei Tage später, der nächste Dienstag am Nachmittag, mit Googles Hilfe ein Telefonnummer in München rausgefunden, die einem bei Problemen helfen können soll. Na denn, angerufen, extrem kurze Warteschleife von unter 5 Minuten (ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen?), um dann mit T. zu sprechen.
Der hört sich das Problem geduldig an, erklärt mir schließlich, dass er meine Eingaben sehr wohl sehen könne, man aber aus der Ferne das Problem mit dem Demo-Mode nicht lösen könne. Ich möge doch zu einem Händler in der Nähe fahren, der mir dann den Demo-Mode mit einem Tool aufheben könne. Der Händler hätte mit Rebike eine Kooperation, ist zumindest in der gleichen Stadt, „nur“ 6 Kilometer entfernt.
Wie bekomme ich das Rad dahin? Ja fahren kann man schon damit, nur nicht einstellen? Hä?
In meiner Stadt sind die Fahrradhändler und -schrauber auf Monate ausgebucht. Wenn man Glück hat, bekommt man einen Termin in 4-6 Wochen. Bis dahin ist meine Widerspruchsfrist abgelaufen. Und ob das Rad dann funktioniert, weiß ich ja immer noch nicht.
Gibt es denn für den Aufwand irgendein Entgegenkommen? Ja, man könne mir um 30 Euro Entschädigung für den Aufwand anbieten. Echt jetzt? Das ist weniger als die Versandgebühren, die Rebike für eine Retoure aufbringen müsste.
Und was ist mit der beschädigten Federgabel? Das müsse man intern weitergeben und klären. Ich könne aber das Rad auch einfach zurückgeben. Wirklich? Ist das die Lösung? Rebike nimmt ein Rad, das ich zwar nicht testen konnte aber nach Reparatur vermutlich gerne behalten würde, lieber zu hohen Kosten zurück, als mir eine angemessene Entschädigung für den nicht erwähnten Schaden und den Aufwand, zu einem befreundeten Händler fahren zu müssen, anzubieten.
Mannomann, was für ein miserables Geschäftsgebaren! Rebike sind Kunden offenbar egal. Kundenzufriedenheit ist nicht wichtig. Hallo? Wir Kunden bezahlen Eure Gehälter!
Nicht mal nach dem Widerruf des Kaufvertrages inklusive Begründung kommt eine Nachfrage oder ein Angebot. Gar nichts. Komplette Ignoranz. Das ist schon sehr befremdlich. Ich kann Rebike jedenfalls nicht empfehlen. Nicht etwa wegen eines schlechten Rades, sondern wegen eines miserablen Services. Mal sehen was die Firma Kalkhoff als Hersteller des Rades dazu sagt.
Update vom 31.08.2025:
Ja, sehr geehrtes Rebike-Team, es gibt ein Update.
Aber wie in den vielen anderen Ihrer Antworten hier auf Trusted Shops wie auch im direkten Kontakt belassen Sie es nicht einfach bei einer Entschuldigung im Sinne von „Ja, das ist nicht gut gelaufen - tut uns leid“. Nein. Sie müssen unbedingt noch einmal darauf hinweisen, dass der Demo-Modus eine Systemeinstellung ist (aus der der Kunde nicht rauskommt, als Defekt hatte ich oihn ncie bezeichnet) und Sie ja praktisch nichts dafür können, und in den eMail schreiben Sie, dass ich mich freuen könne, jetzt einen zuverlässigen Händler in meiner Stadt gefunden zu haben. Dass das eigentlich Ihre Aufgabe gewesen wäre - kein Wort. Im direkten Kontakt musste ich diesen Punkt sogar extra noch einmal darstellen, um meinen Organisation und Zeitaufwandwand durch Sie „honorieren“ zu lassen, aber das würde hier zu weit führen.
Ja, Sie sind mir nach 4 Wochen vergeblicher schriftlicher Kontaktversuche mit einem Preisnachlass von 150 Euro entgegen gekommen, das entspricht rund 5% des Kaufpreises. Das ist akzeptabel aber nicht honorabel. Mein Zeitaufwand lag etwa bei 5 Stunden. Die Schäden blieben auf Ihrer Webseite unerwähnt, das räumen Sie sogar ein.
Ich bleibe bei meiner Feststellung, dass Ihre Kommunikation und daraus resultierend Ihr Service, ob Hochsaison oder nicht, nicht kundenfreundlich ist. Das fängt ja schon mit Ihrer automatisierten Antwort an, man möge sich 5 Werktage gedulden und von Nachfragen absehen, damit sich die Spezialisten auf die Lösung des Problems konzentrieren können. Keine Problemlösung haben Sie angeboten. Weder nach 5 noch nach 10 oder nach 15 Werktagen. Ich habe das Problem selber gelöst.
Meinen Mitarbeitern jedenfalls werde ich bei dem Wunsch nach einem Jobrad sicherlich andere Anbieter empfehlen als Rebike.
Aber ja, am Ende kam es zu einer Lösung, und ich werde die Bewertung auf 3 Sterne verbessern. Ich kann damit leben, zufrieden bin ich nicht.